Einklang

Vom Wechselbad des Einklangs und der Kontrolle im Kopfstand

 

Im Kopfstand gibt es einen Punkt in dem man in voller Balance ist. Alles ist im Einklang. Von den Zehen bis zum Kopf. Es fühlt sich fast wie Schwerelosigkeit an. Hier braucht es keine Mühe, kein Kämpfen. Und genau in dieser Balance, die so voller Hingabe, Leichtigkeit und Einklang ist, bekomme ich am meisten Angst. Es fühlt sich jedes Mal an als würde ich umkippen. Ich gleiche mit meiner Muskelkraft Bewegungen nach vorne und hinten aus – das macht diese Stellung sehr anstrengend. Und sobald der Gedanke kommt: oh ich falle, falle ich.

 

Und dann kam mir die Erkenntnisse: im Leben kenne ich dieses Spiel. Ich behalte die Kontrolle, strenge mich an, mache Pläne, kämpfe, leiste Widerstand – Hauptsache es fühlt sich sicher an! Und dann kam diese große Frage in mir auf: warum fühlt es sich sicherer an, wenn ich mich anstrenge, wenn ich kämpfe, wenn ich kontrolliere? Auf diese Frage hast du bestimmt andere Antworten als ich – eines steht jedoch fest, es lohnt sich hinzuschauen und das zu überprüfen. Der Irrglaube in mir war: ich denke, ich hab mehr Handlungsspielraum in der Kontrolle und dann werden die Dinge „etwas“ – wird aus mir „etwas“. Jetzt hab ich beschlossen, ich schwinge im Einklang, ich vertraue und an den Stellen, wo es mir hilft, mache ich Pläne – aber nur wenn sie mir mehr Einklang und mehr Vertrauen ermöglichen.

Übung:

 

  1. Suche dir eine Situation/einen Bereich aus: Wo kämpfst du gerade mit dem Leben? Wo willst du Vertrauen gegenüber dem Leben üben?
    z.B. bei mir: Immobilien sind so umkämpft, ich werde nie mit meinem Partner das richtige Haus finden
  2. Welche Gedanken führen zum Kämpfen anstatt zum Vertrauen?
    z.B. bei mir: Nur wer sich anstrengt, bekommt was er will: ich hab mich eben noch nicht genug angestrengt.
  3. Entwickle ein Mantra, welches dir in der Situation hilft, wieder in die Entspannung und in das Vertrauen zu gehen
    z.B. bei mir: Ich lebe wach und voller Freude in der Gegenwart. Es ist immer mehr als genug da. Das Leben sorgt für mich.

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